UN-Studie fordert drastische Reduzierung der Methangasemissionen

Methan 28 Mal gefährlicher als Kohlendioxid

Im Frühjahr wurde eine wegweisende Studie der UN veröffentlicht, in der die drastische Reduzierung von Methangasemissionen gefordert wird. Gemäß der Studie könnten nur so die negativen Auswirkungen einer verheerenden Klimakatastrophe abgewendet werden, denn Methan ist 28 Mal gefährlicher als Kohlendioxid.

Methanemissionen so hoch wie niemals zuvor

Trotz der Corona-Pandemie sind die Methanemissionen im letzten Jahr auf Rekordwerte angestiegen und wachsen schneller als jemals zuvor. Sie stammen vor allem aus dem Energiesektor, aber auch aus Deponien, der Landwirtschaft und der Abwasserreinigung. Rund 9 % der weltweiten anthropogenen Methan-Emissionen werden bei der Abwasserreinigung verursacht, die somit einen wichtigen Ansatzpunkt für die Vermeidung von Methanemissionen bildet*.

45% weniger Methanemissionen reduzieren die Erderwärmung um 0,3 Grad

Gemäß der Studie wäre es möglich, in dieser Dekade weltweit bis zu 45 % an Methanemissionen einzusparen. Das entspricht 180 Millionen Tonnen pro Jahr und würde die globale Erderwärmung um 0,3 °C auf insgesamt 1,5 °C bis 2045 zu reduzieren.

Weitreichende Vorteile durch Reduktion von Methan

Die Methanreduktion hätte viele Vorteile. Würden die Methanemissionen um 45 % gesenkt, könnten jährlich 255.000 vorzeitige Todesfälle vermieden werden und es entstünden 755.000 weniger Krankenhausaufenthalte durch Asthma. Darüber hinaus könnten beispielsweise 73 Billionen Arbeitsstundenausfälle durch extreme Hitze und 26 Millionen Tonnen an Getreideverlust vermieden werden.

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